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Lohnt sich Bulgarien als Arbeits- und Lebensort, für Angestellte und für Freelancer?

Das hängt stark davon ab, woher Ihr Einkommen kommt. Bei lokaler Anstellung gehören die Löhne zu den niedrigsten der EU: Der Bruttodurchschnitt lag im ersten Quartal 2026 laut dem Nationalen Statistikinstitut (NSI) bei rund 1.407 Euro im Monat, im Oblast Burgas jedoch nur bei etwa 1.133 Euro, Platz 8 unter den 28 Regionen. Spitzenreiter ist die Hauptstadt Sofia mit rund 1.915 Euro, danach Varna, dann Burgas. Der gesetzliche Mindestlohn liegt seit Januar 2026 bei rund 620 Euro brutto. Die Spanne zwischen den Branchen ist groß: In der IT- und Kommunikationsbranche sowie im Finanzsektor werden Vielfache des Durchschnitts gezahlt, während einfache Helfer-, Gastronomie- und Landwirtschaftstätigkeiten am unteren Ende liegen. Für Westeuropäer lohnt sich ein lokales Anstellungsverhältnis im Regelfall nicht. Umgekehrt ist Bulgarien gerade für ortsunabhängige Freelancer ausgesprochen attraktiv: Auf Einkommen gilt eine Flat Tax von nur 10 Prozent (Art. 48 ЗДДФЛ). Für freie Berufe wird es noch besser. Sie setzen nach Art. 29 ЗДДФЛ pauschal 25 Prozent Betriebskosten ab, ganz ohne Einzelnachweis, sodass die Einkommensteuer höchstens rund 7,5 Prozent des Honorars beträgt (reine Einkommensteuer, vor Sozialabgaben). Diese Sozialabgaben (Osigurovki) für Selbstständige liegen 2026 bei rund 27,8 Prozent (für nach 1959 Geborene; mit freiwilliger Kranken- und Mutterschaftsversicherung 31,3 Prozent). Sie fallen nur auf eine monatliche Bemessungsgrundlage an, die nach oben gedeckelt ist — seit dem 1. August 2026 auf 2.300 Euro (Art. 9 des Haushaltsgesetzes der staatlichen Sozialversicherung 2026; zuvor 2.111,64 Euro). Dadurch betragen sie höchstens etwa 640 bis 720 Euro im Monat (je nach Versicherungsumfang); bei höherem Honorar sinkt ihre effektive Quote. Die Bemessungsgrenzen werden mit dem jährlichen Staatshaushalt angepasst, die Gesamtbelastung bleibt im europäischen Vergleich sehr niedrig. Dazu die Lage als Sprungbrett: Flughafen Burgas für Europa, die Istanbuler Großflughäfen IST und SAW als Fern-Gateways in Reichweite. Für ortsunabhängiges Arbeiten ist das attraktiv, die steuerliche Gestaltung aber immer mit Fachleuten in Bulgarien UND im Herkunftsland klären.

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Svetlana – JCP