Markt, Region und Lifestyle an der Schwarzmeerküste. Kurz, faktisch, jeweils mit Quelle.
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Region · Bulgarien2026-09-12
CHECKLISTE: Anreise mit dem Wagen ohne Drittstaatsgrenze planen, seit 1. Januar 2025 sind die Landgrenzen im Schengen-Raum kontrollfrei
Die Europäische Kommission hält fest, dass Bulgarien und Rumänien am 1. Januar 2025 vollwertige Mitglieder des Schengen-Raums wurden, nachdem die Personenkontrollen an den Landgrenzen im Innern aufgehoben worden waren; an Luft- und Seegrenzen war das bereits am 31. März 2024 geschehen. Für die Fahrt aus Mitteleuropa an die Südküste heißt das: Wer über Ungarn und Rumänien fährt und bei Rousse oder Durankulak nach Bulgarien wechselt, hat keine Drittstaatsgrenze mehr auf der Strecke. Die Route über Serbien und den Übergang Kalotina hat dagegen zwei Außengrenzen und damit zwei Punkte, an denen ein Rückstau entsteht. Vor der Abfahrt gehört die Route auf zwei Fragen geprüft: Liegt eine Grenze zu einem Nicht-Schengen-Staat darauf, und gibt es dafür einen Ausweichübergang. Die Rückfahrt wird gleich mitgeprüft, denn ein Rückstau wirkt in beide Richtungen.
CHECKLISTE: Bescheinigung über den Steuerwert vor dem Vorvertrag anfordern, in Burgas 5,11 Euro und bis zu fünf Tage
Die Gemeinde Burgas führt die Ausstellung der Bescheinigung über die Steuerwertermittlung einer Immobilie als Dienstleistung 2396. Die Gebühr beträgt 5,11 Euro, für jedes weitere Objekt kommen 1,02 Euro hinzu, für jeden unfertigen Bau 1,53 Euro. Die Regelfrist liegt bei fünf Tagen, gegen die doppelte Gebühr sind es drei Tage, gegen die dreifache 24 Stunden; wer den Antrag vor 12 Uhr einreicht, bekommt die Bescheinigung im Eilverfahren noch am selben Arbeitstag. Vorzulegen sind der Antrag, Kopien der Eigentumsurkunden, bei Ackerland auch die Bescheinigung über die aktuellen Merkmale und eine Skizze, sowie eine Vollmacht, wenn nicht der Eigentümer selbst erscheint. Für die Terminplanung wichtig: eine bis zum 30. Juni ausgestellte Bescheinigung gilt nur bis zu diesem Tag, eine danach ausgestellte bis zum Jahresende.
CHECKLISTE: Vor dem Kauf das Wasserversorgungsregime des Ortes prüfen, in Kosicheno gilt eine tägliche Sperre von 18 bis 9 Uhr
Der regionale Versorger ViK Burgas veröffentlicht für den Rayon Pomorie ortsgenau, wo die Wasserabgabe eingeschränkt ist. Für das Dorf Kosicheno steht dort eine tägliche Rationierung von 15 Stunden, von 18:00 bis 09:00 Uhr. Daneben führt die Seite angekündigte Unterbrechungen in der Stadt Pomorie selbst, zuletzt am Freitag, dem 28. August, im Bereich des Sommerkinos wegen einer Störung. Wer ein Objekt im Hinterland der Küste ansieht, öffnet diese Seite vor dem Vorvertrag, sucht den Ortsnamen und nimmt das Ergebnis schriftlich in die Verhandlung. Ein Versorgungsregime ist kein Ausschlusskriterium, aber es gehört in den Preis und nicht in die erste Sommerwoche nach dem Einzug.
Poroj: UVP-Entscheidung Nr. BS-3-5/2026 zu Photovoltaikpark auf zwei Grundstücken ergangen
Die Gemeinde Pomorie teilt mit, dass der Direktor der RIOSV Burgas die Entscheidung Nr. BS-3-5/2026 zur Umweltverträglichkeitsprüfung erlassen hat. Gegenstand ist das Investitionsvorhaben „Bau einer Photovoltaikanlage in den Grundstücken mit den Kennungen 57790.4.75 und 57790.4.76 laut Kataster des Dorfes Poroj, Flur „Tschernizata“, Gemeinde Pomorie“ sowie die Änderung des Bebauungsplans PUP-PZ für eine Anlage zur Erzeugung und Speicherung von Strom auf diesen Grundstücken; Vorhabenträgerin ist die „EYPEYS“ OOD. Die Entscheidung ist auf www.riosvbs.com im Bereich Präventivtätigkeit/UVP/UVP-Entscheidungen einsehbar.
Gemeinde Pomorie veröffentlicht acht Monatsberichte zum Haushalt, Stand 11. September 2026
Die Gemeinde Pomorie hat acht Monatsberichte veröffentlicht: zur kassenmäßigen Haushaltsausführung, zu den Konten für fremde Mittel, zu Mitteln aus anderen internationalen Programmen sowie drei Berichte zu EU-Mitteln (Kohäsions- und Strukturfonds über den Nationalen Fonds, Zahlstelle beim Staatlichen Landwirtschaftsfonds, sonstige EU-Mittel). Hinzu kommen die Aufstellung überfälliger Forderungen und Verbindlichkeiten sowie eine Erläuterung. Die Mitteilung stammt von Sofia Andreewa vom 11. September 2026 und verweist für weitere Nachrichten auf den Viber-Kanal der Gemeinde.
Sonnenstrand-West: drei Grundstücke wechseln von Kurort- in Wohnbebauung, ein viertes wird in drei Parzellen zu je 667 Quadratmetern geteilt
Der Gemeinderat Nessebar hat in der Sitzung vom 4. September 2026 vier Bebauungspläne im Kurortkomplex Sonnenstrand-West genehmigt; das Protokoll Nr. 28 wurde am 11. September veröffentlicht. Beim Grundstück UPI IV-290 im Quartal 4402 mit der Kennung 51500.506.542 wechselt die Zweckbestimmung von Kurortbebauung zu Wohn- und Kurortbebauung mit Handel und Dienstleistungen. UPI VI-483 im Quartal 3305 mit der Kennung 51500.507.264 geht auf Wohnbebauung und öffentliche Dienstleistungen über, mit Stellplätzen auf dem eigenen Grundstück, UPI XI-617 im Quartal 401 mit der Kennung 51500.508.70 auf reine Wohnbebauung. Die Kennwerte bleiben in allen drei Fällen gleich: Bebauungsdichte 30 Prozent, Geschossflächenzahl 1,50, Höhe bis 15 Meter, Mindestgrünfläche 50 Prozent. Der vierte Beschluss teilt UPI XIII-268 im Quartal 4901 mit 2.000 Quadratmetern in drei Parzellen zu je 667 Quadratmetern auf, mit den Kennungen 51500.506.594, 51500.506.595 und 51500.506.596; hier bleibt es bei Kurortbebauung mit einer Höhe bis 12 Meter.
Einschätzung: Der Wechsel von Kurort- zu Wohnbebauung verändert am Sonnenstrand die Käuferschicht. Wohnbauland lässt sich ganzjährig nutzen und an Menschen verkaufen, die dort leben, nicht nur an Feriengäste; das trägt die Gemeinschaftskosten und erleichtert den Wiederverkauf. Dichte und Grünanteil bleiben unverändert, die Nachbarschaft wird also nicht enger bebaut. Ich lasse mir vor jedem Vorvertrag den geltenden Plan des konkreten Grundstücks zeigen, denn die Kennwerte unterscheiden sich von Quartal zu Quartal.
Gemeinde Nessebar schreibt Baurechte ab 24.446 Euro aus und vermietet sechs Ladenlokale in Obsor für 1.290 bis 2.857 Euro im Jahr
Der Gemeinderat Nessebar hat am 4. September zwei öffentliche Wettbewerbe beschlossen. Der erste vergibt Baurechte auf zwei gemeindeeigenen Nichtwohngrundstücken: UPI I-obscht im Quartal 53a in Rawda mit einem Anfangspreis von 30.000 Euro und UPI VIII-182,183 in Sonnenstrand-West mit 24.446 Euro; vorgesehen sind eine Freizeit- und Sportanlage sowie ein Bürogebäude. Der zweite Wettbewerb vermietet sechs Ladenlokale im Gebäude mit der Kennung 53045.502.593.2 in Obsor auf fünf Jahre, die Jahresmieten reichen von 1.290,24 bis 2.856,96 Euro einschließlich Mehrwertsteuer, die Teilnahmekaution beträgt 10 Prozent. Aus derselben Sitzung stammen zwei kleinere Verkäufe von Miteigentumsanteilen: 230 Quadratmeter aus dem Flurstück 51500.58.3 für 1.877 Euro und 80 von 680 Quadratmetern aus dem Flurstück 39164.502.686 für 3.458 Euro.
Koscharitsa: 22.876 Quadratmeter Ackerland sollen Bauland für einen Stromspeicher mit 50 Megawatt werden
Der Gemeinderat Nessebar hat am 4. September 2026 mit Beschluss Nr. 789 die Erarbeitung eines Bebauungsplans für das Flurstück 39164.13.63 im Gewann Drakta bei Koscharitsa erlaubt. Die Fläche von 22.876 Quadratmetern wechselt damit von landwirtschaftlicher Nutzung in urbanisiertes Gebiet, Zweck ist eine Anlage zur Speicherung elektrischer Energie mit 50 Megawatt. Rechtsgrundlage sind Art. 21 Abs. 1 Nr. 11 des Kommunalselbstverwaltungsgesetzes und Art. 124a Abs. 1 des Raumordnungsgesetzes. In derselben Sitzung beschloss der Rat mit Nr. 783 den Erwerb einer zehnjährigen Dienstbarkeit für die Rekonstruktion der Wasserleitung von der Pumpstation Koscharitsa-Kutschkarnika zum Hochbehälter Hanska schatra: 4.047 Euro für das Flurstück 51500.200.8, 2.061 Euro für 51500.201.227 und 833 Euro für 51500.201.164, zusammen 6.941 Euro. An der Sitzung nahmen 19 Ratsmitglieder teil.
Nessebar verkauft 1.889 Quadratmeter Ackerland in der Lage Bostanluka für 71.063 Euro
Die Gemeinde Nessebar hat mit dem Beschluss Nr. 2979 vom 11. September 2026 den Zuschlag aus der Versteigerung vom 4. September erteilt. Verkauft wird das Flurstück 51500.22.121 in der Lage Bostanluka, unbebautes Ackerland achter Kategorie mit 1.889 Quadratmetern. Der Preis liegt bei 71.063 Euro ohne Mehrwertsteuer, das sind rund 37,62 Euro je Quadratmeter. Hinzu kommen 3 Prozent örtliche Steuer mit 2.131,89 Euro und 2 Prozent Gebühr mit 1.705,51 Euro. Rechtsgrundlage sind Art. 86 Abs. 1 und 2 der Verordnung Nr. 5 über die Verwaltung des Gemeindevermögens sowie der Beschluss Nr. 697 des Gemeinderats vom 5. Mai 2026.
Europäischer Luftverkehr im Sommer bei 35.959 Flügen am Tag, Bulgarien mit rückläufigem Aufkommen
Eurocontrol zählte in den Monaten Juni bis August 2026 im europäischen Luftraum durchschnittlich 35.959 Flüge je Tag, 2,4 Prozent mehr als im Sommer davor. Zuwächse verzeichneten Albanien, Kroatien, Zypern, Griechenland, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und Slowenien. Rückläufig war das Aufkommen in Bulgarien, Ungarn, Rumänien und der Türkei. Die Angaben beziehen sich auf ganze Länder und auf den gesamten Luftraum, nicht auf einzelne Flughäfen; über die Zahl der Ziele ab Burgas sagt der Vergleich nichts.
Einschätzung: Flugverbindungen entscheiden an der Südküste mit darüber, wie schnell sich eine Wohnung wieder verkaufen lässt und wie lang die Vermietungssaison ist. Das Bild teilt sich gerade: Die Adria und Griechenland gewinnen, Bulgarien verliert Aufkommen. Für Eigentümer heißt das nicht, dass Burgas an Anbindung einbüßt, sondern dass die nächste Winterflugplan-Ankündigung wichtiger ist als der Sommerrückblick. Ich schaue bei jeder Anbindungsfrage zuerst auf die Zahl der Direktziele ab Burgas, nicht auf den europäischen Durchschnitt.
Bezirk Burgas im Juli: 2,88 Millionen Übernachtungen, 176,8 Millionen Euro Erlös, 925 Betriebe
Das Statistikinstitut zählt für den Bezirk Burgas im Juli 2026 genau 925 Beherbergungsbetriebe mit 140.360 Betten, 2.876.601 Übernachtungen und 575.361 Ankünften. Die Erlöse lagen bei 176,761 Millionen Euro, davon 125,660 Millionen von ausländischen Gästen, die 1.937.585 Übernachtungen buchten. Landesweit sanken die Übernachtungen um 5,4 Prozent auf 5,769 Millionen und die Ankünfte um 3,1 Prozent auf 1,456 Millionen, während die Erlöse um 11,4 Prozent auf 346,4 Millionen Euro stiegen. Die Bettenauslastung fiel um 2,5 Prozentpunkte auf 53,3 Prozent und spaltet sich stark nach Kategorie: 67,7 Prozent in Vier- und Fünf-Sterne-Häusern, 45,1 Prozent bei drei Sternen, 32,3 Prozent bei ein und zwei Sternen.
Steuerwerte von Immobilien sollen bis 2029 um 100 Prozent steigen: 30 Prozent 2027, danach zweimal 35 Prozent
Forbes Bulgaria berichtet über Pläne, die steuerlichen Bewertungen bulgarischer Immobilien bis Ende 2029 zu verdoppeln: 30 Prozent im Jahr 2027, danach jeweils 35 Prozent in den beiden Folgejahren. Die Bewertungsgrundlage wurde seit 2007 nicht angepasst. Den Steuersatz selbst legen die Gemeinden in einer Spanne von 0,1 bis 4,5 Promille des Steuerwerts fest; für den Hauptwohnsitz gilt gesetzlich eine Ermäßigung von 50 Prozent. Der Haushaltsentwurf 2027, der den Rahmen setzt, wird Ende Oktober erwartet. Anpassungsmechanismus und Folgenabschätzung liegen bisher nicht vor, und ob die Gemeinden ihre Sätze im Gegenzug senken, ist offen.
Region · Kapitan Andreewo (Grenze zur Türkei)2026-09-11
Zweiter Grenzübergang Kapitan Andreewo–Nord nur für Lastwagen, Abkommen soll in den nächsten Tagen unterzeichnet werden
Bulgarien und die Türkei wollen den Bau eines zweiten Grenzübergangs bei Kapitan Andreewo beschleunigen. Der neue Punkt entsteht nördlich des bestehenden Übergangs und ist ausschließlich für den Schwerlastverkehr gedacht; die Nähe zur vorhandenen Infrastruktur soll die Baukosten senken. Beide Seiten erklärten sich bereit, das Abkommen in den nächsten Tagen zu unterzeichnen, und richten eine gemischte Expertenkommission für die technischen Merkmale ein. Kapitan Andreewo ist die meistbefahrene Landgrenze der EU. Parallel laufen Ausbau und Rekonstruktion an den Übergängen Lesowo und Malko Tarnowo, dem küstennächsten Übergang ab Burgas.
Ziel 800.000 polnische Gäste im Jahr bis 2029, Branchenforum am 15. September im Sonnenstrand
Die staatliche Tourismusverwaltung und die Polnische Touristische Kammer richten am 15. September 2026 erstmals in Bulgarien ein Branchenforum aus, und zwar im Sonnenstrand. Als Ziel nennt die Verwaltung 800.000 polnische Gäste im Jahr bis 2029; auf dem polnischen Markt liegt Bulgarien derzeit auf Rang fünf. Bei organisierten Reisen stieg der bulgarische Anteil 2026 von 5,5 auf 6,9 Prozent, bei frei zusammengestellten Reisepaketen auf 7,5 Prozent. Auf dem Programm stehen B2B-Gespräche zwischen bulgarischen Hotels und polnischen Veranstaltern zur Saison 2027. Mitveranstalter sind der Verband der Incoming-Agenturen, das Hotel Melia Sonnenstrand und Fraport.
Einschätzung: Polen ist für den nördlichen Teil unseres Gebiets der Markt mit dem klarsten Aufwärtstrend, und Fraport sitzt nicht zufällig mit am Tisch: Mehr Sitzplätze ab polnischen Städten wirken direkt auf die Belegung in Sonnenstrand, Sweti Wlas und Nessebar. Für Vermieter heißt das, die Nebensaison mit polnischen Veranstaltern zu planen statt allein auf Juli und August zu setzen. Wer ein Objekt zur Vermietung hält, sollte prüfen, ob seine Ausstattung zu den Anforderungen der Reiseveranstalter passt.
Einfuhren aus der Türkei wachsen um 35,5 Prozent auf 4,52 Milliarden Euro, Handelsdefizit bei 7,40 Milliarden
Von Januar bis Juli 2026 führte Bulgarien Waren für 27,145 Milliarden Euro aus, ein Plus von 8,5 Prozent, und für 34,540 Milliarden Euro ein, ein Plus von 13,7 Prozent; das Defizit erreichte 7,395 Milliarden Euro. Außerhalb der EU fällt der Abstand mit 6,411 Milliarden Euro am deutlichsten aus. Die Einfuhren aus der Türkei wuchsen um 35,5 Prozent auf 4,516 Milliarden Euro, die aus China um 49 Prozent auf 2,950 Milliarden Euro. Im Monat Juli standen Ausfuhren von 4,063 Milliarden Euro Einfuhren von 5,090 Milliarden Euro gegenüber, ein Monatsdefizit von 1,027 Milliarden Euro.
Pomorie zieht am 18. September Bilanz der Sommersaison 2026 und plant den Auftritt zur Eurovision 2027
Die Gemeinde Pomorie lädt Vertreter des Tourismusverbandes und der örtlichen Branche für Freitag, den 18. September 2026, um 17:30 Uhr in die Städtische Kunstgalerie „Detschko Stoew“ zur erweiterten Sitzung des Beratungsrats für Tourismusfragen. Zwei Punkte stehen auf der Tagesordnung: die Ergebnisse der Sommersaison 2026 und die Frage, wie sich Pomorie als Reiseziel bei der Eurovisionspräsentation 2027 zeigt. Unterzeichnet hat die Einladung der Bürgermeister Iwan Aleksiew. Zahlen zur Saison nennt die Einladung noch nicht, sie werden in der Sitzung vorgelegt.
Gemeindeamt Losenez nach Grundsanierung wieder geöffnet, Bürgerdienste am 11. September übergeben
Das Gemeindeamt von Losenez ist nach einem Grundumbau wieder in Betrieb. Erneuert wurden die Innenräume, die Fassade und die Ausstattung für Arbeit und Bürgerdienste. Die Übergabe fand am 11. September 2026 im Beisein des Bürgermeisters Marin Kirow und weiterer Amtsträger statt. Kosten, Bauzeit und Finanzierungsquelle nennt die Gemeinde in ihrer Mitteilung nicht. Losenez ist nach Zarewo der zweitgrößte Ort der Gemeinde und der Anlaufpunkt für Adressanmeldung, Grundsteuer und Abfallgebühr der dort ansässigen Eigentümer.
Klassik, Jazz und Tango am 9. Oktober im Kulturhaus NHK Burgas, neunte Ausgabe des Port Prim Art Fest
Mario Hosen an der Violine, Kristina Miller am Klavier und Claudius Baran am Bandoneon spielen am Freitag, dem 9. Oktober 2026, um 19:30 Uhr im Kulturhaus NHK in Burgas Werke von Paganini, Piazzolla und Oscar Peterson. Der Abend gehört zur neunten Ausgabe des Port Prim Art Fest, das Grand Hotel & Spa Primoretz mit Unterstützung der Gemeinde Burgas ausrichtet. Karten gibt es an der Kasse „Tschasownika“ und über Eventim.bg, Auskunft unter 0894 898 098. Das Festival flankiert die Bewerbung von Burgas als Europäische Kulturhauptstadt 2032.
Sonnenstrand-West: Planentwurf stellt das Grundstück IX-493 von Kurort- auf Wohnbebauung um, Einsicht im Rathaus Nessebar
Die Gemeinde Nessebar hat mit der Mitteilung Nr. N2-UT-6695 vom 10. September 2026 einen Entwurf zur Änderung des Bebauungsplans für das Grundstück UPI IX-493 im Quartal 2601 von Sonnenstrand-West bekanntgemacht; im Kataster trägt es die Kennung 51500.507.291. Die Bauzone wechselt von «Ок» für Kurortbebauung zu «Жс» für Wohnbebauung, die Zweckbestimmung entsprechend von Kurort- auf Wohnbebauung. Die Kennwerte bleiben unverändert: Höhe bis 15,00 Meter bei höchstens fünf Geschossen, Bebauungsdichte 30 Prozent, Geschossflächenzahl 1,50, Mindestgrünfläche 50 Prozent. Die Unterlagen liegen in der Abteilung Raumordnung der Gemeinde in der Edelweiß-Straße 10, dritte Etage, Zimmer 35 zur Einsicht aus.
Einschätzung: Der Entwurf ist die Vorstufe dessen, was der Gemeinderat für drei Nachbargrundstücke bereits beschlossen hat, und zeigt, dass die Umstellung am Sonnenstrand-West kein Einzelfall bleibt. Für Eigentümer im Quartal 2601 ist die Auslegung der Moment, in dem eine Einwendung noch etwas bewirkt; danach zählt nur noch die Klage. Ich sehe darin für Käufer eher eine Chance als ein Risiko, weil Wohnnutzung die Nachfrage verbreitert. Wer betroffen ist, sollte den Entwurf persönlich einsehen, denn die Mitteilung nennt weder Frist noch Verfahren für Einwendungen.
Region · Losenez, Zarewo, Achtopol (Gemeinde Zarewo)2026-09-10
Zarewo nimmt neue Kehrmaschinen für Losenez, Zarewo und Achtopol in Betrieb, weitere Orte folgen
Die Gemeinde Zarewo setzt neue Kehrmaschinen in Losenez, Zarewo und Achtopol ein. Finanziert sind sie aus einem EU-Projekt sowie aus Mitteln, die aus den Abgaben an die Regionale Umweltinspektion zurückfliessen. Weitere Technik soll schrittweise für die übrigen Orte der Gemeinde folgen; die Gemeinde nennt dafür noch keinen Termin. Anzahl und Anschaffungskosten der Maschinen gibt die Gemeinde in ihrer Mitteilung vom 10. September 2026 nicht an.
Medowo: Mineralwasserleitung für einen Hotelkomplex genehmigt, Trassen von 99,50 und 205,97 Metern im Staatsanzeiger bekanntgemacht
Die Gemeinde Pomorie hat am 8. September mitgeteilt, dass im Staatsanzeiger Nr. 80 vom 1. September 2026 zwei Bebauungspläne für technische Infrastruktur bekanntgemacht wurden. Grundlage sind die Beschlüsse Nr. 885 und Nr. 886 des Gemeinderats Pomorie aus dem Protokoll Nr. 53 vom 23. Juli 2026. Der erste Plan führt Mineralwasser aus der Bohrung Nr. B-73 der Lagerstätte Medowo zu einem Hotelkomplex mit Freibecken, Tiefgarage, Trafostation und eigener Kläranlage im Dorf Medowo; die Trasse quert die Flurstücke 47651.7.25 und 47651.7.127 auf zusammen 99,50 Metern und belastet 0,129 Dekar. Der zweite Plan sichert die Zuleitung über 205,97 Meter allein auf dem Flurstück 47651.7.127 mit 0,266 Dekar. Einwendungen sind binnen 30 Tagen nach der Veröffentlichung über die Gemeinde beim Verwaltungsgericht Burgas möglich.
Arbeitsproduktivität im zweiten Quartal: 8.272,6 Euro je Erwerbstätigem und 21,2 Euro je Arbeitsstunde
Das Statistikinstitut weist für das zweite Quartal 2026 eine Wirtschaftsleistung von 8.272,6 Euro je Erwerbstätigem und 21,2 Euro je geleisteter Arbeitsstunde aus, real ein Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Beschäftigt waren 3.661,8 Tausend Personen, geleistet wurden 1.428,3 Millionen Arbeitsstunden. Nach Bereichen liegt die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigem in der Industrie bei 7.898,2 Euro, im Dienstleistungsbereich bei 7.298,4 Euro und in der Landwirtschaft bei 1.305,8 Euro. Die Daten sind vorläufig und wurden am 7. September 2026 veröffentlicht.
Über drei Millionen Passagiere an den Flughäfen Burgas und Warna seit Jahresbeginn, Rom neu ab Burgas
Der Betreiber Fraport Twin Star meldet für Burgas und Warna zusammen mehr als drei Millionen abgefertigte Passagiere seit Jahresbeginn 2026, obwohl Burgas erst ab Mai wieder anflog: Die Start- und Landebahn wurde für über 60 Millionen Euro saniert. Zweistellige Zuwächse verzeichnen beide Flughäfen aus Polen, Israel, Ungarn, der Slowakei, Belgien und Frankreich. Burgas nahm Rom neu ins Programm, aus Frankreich kehren Charterprogramme nach mehreren Jahren Pause zurück. Warna kamen Athen, Barcelona, Budapest, Danzig und Paris hinzu, ab Oktober folgt Basel. Für das Gesamtjahr erwartet der Betreiber mehr Passagiere als 2025.
Burgas sperrt die Ljuben-Karawelow-Straße für vier Monate, seit dem 31. August ab 15 Uhr
Die Gemeinde Burgas hat den Abschnitt der Ljuben-Karawelow-Straße zwischen dem Boulevard Maria Luisa und der Debelt-Straße einschließlich der Kreuzung mit der Debelt-Straße gesperrt. Die Sperrung begann am Montag, dem 31. August 2026, um 15 Uhr und ist auf vier Monate angelegt, also bis Ende Dezember. Grund sind Reparatur- und Wiederherstellungsarbeiten an der Fahrbahn. Die Gemeinde weist auf eine zeitweilige Verkehrsordnung im betroffenen Bereich hin und empfiehlt Ausweichstrecken, ohne einzelne Routen zu benennen. Angaben zu den Kosten macht sie nicht.
CHECKLISTE: Das Visum D wird nur am ständigen Wohnsitz beantragt – ein Drittstaat geht nur mit Begründung und gesicherter Rückkehr
Das Merkblatt des Außenministeriums zum Langzeitvisum hält fest, dass der Antrag ausschließlich bei der diplomatischen oder konsularischen Vertretung am ständigen Wohnsitz des Antragstellers gestellt wird oder bei der Vertretung, die für diesen Staat akkreditiert ist. Wer sich rechtmäßig in einem dritten Staat aufhält, kann dort ausnahmsweise beantragen, muss die Gründe darlegen, und die Rückkehr in den Staat des ständigen Wohnsitzes muss verbürgt sein. Vom persönlichen Gespräch wird keine Ausnahme gemacht. Das Visum gilt nach Artikel 15 Absatz 1 des Ausländergesetzes bis zu sechs Monate bei einem Aufenthaltsrecht von bis zu 180 Tagen. Für die anschließende Aufenthaltserlaubnis verlangt dasselbe Merkblatt eine Wohnung, eine verpflichtende Krankenversicherung und eigene Mittel für den gesamten Aufenthalt, mindestens in Höhe des gesetzlichen Mindestmonatslohns oder der Mindestrente.
Einschätzung: Diese Regel kostet Käufer regelmäßig eine Reise. Wer nach dem Notartermin noch im Land ist und den Antrag gleich vor Ort stellen will, wird abgewiesen, weil die Zuständigkeit am Wohnsitz liegt und nicht am Ort der Immobilie. Praktisch heißt das: Der Kauf lässt sich vor Ort abschließen, der Visumsantrag gehört in die Heimat und will vorher terminiert sein, denn der persönliche Termin ist zwingend. Bei Käufern mit zwei Wohnsitzen prüfe ich vorab, welche Vertretung akkreditiert ist, weil davon Wartezeit und Dokumentenliste abhängen. Für die Einordnung im Einzelfall greift Svetlana auf ihr Netzwerk aus Notaren, Steuerberatern und Anwälten vor Ort zurück.
Zinsbeschluss gefasst: Einlagesatz 2,50 Prozent ab 16. September, Projektion sieht 2,5 Prozent Inflation für 2027
Der Rat der Europäischen Zentralbank hat am 10. September alle drei Leitzinsen um 25 Basispunkte angehoben, wirksam ab dem 16. September 2026. Der Einlagesatz liegt damit bei 2,50 Prozent, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,65 Prozent und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 2,90 Prozent. Die neuen Projektionen sehen die Gesamtinflation bei 3,0 Prozent für 2026, 2,5 Prozent für 2027 und 2,1 Prozent für 2028, die Rate ohne Energie und Nahrungsmittel bei 2,5, 2,6 und 2,3 Prozent. Für das Wachstum stehen 0,9 Prozent im Jahr 2026, 1,4 Prozent 2027 und 1,5 Prozent 2028, für die ersten beiden Jahre nach oben revidiert. Der weitere Kurs bleibt ausdrücklich datenabhängig.
Bauproduktion im Juli: Hochbau 9,5 Prozent über dem Vorjahr, zum Vormonat ein Minus von 0,4 Prozent
Das Nationale Statistische Institut hat am 10. September die Indizes der Bauproduktion für Juli 2026 vorgelegt. Saisonbereinigt lag der Hochbau 0,4 Prozent unter dem Juni, der Tiefbau 0,5 Prozent. Gegenüber Juli 2025 steht der Hochbau kalenderbereinigt 9,5 Prozent höher, der Tiefbau 5,0 Prozent. Für den Küstenstreifen heißt das: die Bautätigkeit bleibt im Jahresabstand deutlich im Plus, das Tempo von Monat zu Monat flacht ab.
Industrieproduktion im Juli 3,0 Prozent unter dem Vormonat, die Energieerzeugung 16,7 Prozent über dem Vorjahr
Der Index der Industrieproduktion fiel im Juli 2026 um 3,0 Prozent gegenüber Juni, wie das Nationale Statistische Institut am 10. September mitteilte. Im Jahresvergleich liegt er kalenderbereinigt 6,8 Prozent niedriger. Getragen wird das Minus vom Bergbau mit 36,1 Prozent und vom verarbeitenden Gewerbe mit 7,3 Prozent, während Erzeugung und Verteilung von Energie um 16,7 Prozent zulegten. Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes gaben Fahrzeugbau mit 27,3 Prozent und Elektronik mit 18,4 Prozent am stärksten nach.
Fachmarktzentren rücken an die Einkaufszentren heran: 766.000 gegen 811.000 Quadratmeter, der gesamte Flächenzuwachs im zweiten Quartal entfiel auf sie
Ende Juni 2026 standen in Bulgarien rund 766.000 Quadratmeter Fachmarktzentren gegen rund 811.000 Quadratmeter Einkaufszentren, zusammen 1,58 Millionen Quadratmeter. Das Verhältnis liegt damit bei 49 zu 51 Prozent. Die im zweiten Quartal fertiggestellten 16.700 Quadratmeter Handelsfläche entfielen vollständig auf Fachmarktzentren, im Bau sind elf weitere Vorhaben in acht Städten mit 131.000 Quadratmetern. Der Leerstand beträgt bei Fachmarktzentren 1,9 Prozent, bei den Einkaufszentren der Hauptstadt 3,6 Prozent; die Mieten dort liegen bei 48,50 Euro je Quadratmeter und Monat gegenüber 13 Euro. Die Zahlen stammen aus dem Quartalsbericht von Cushman und Wakefield Forton.
Einschätzung: Der Befund ist für Eigentümer an der Küste weniger exotisch, als er klingt. Fachmarktzentren entstehen dort, wo ganzjährige Kaufkraft vorhanden ist, und sie sind das verlässlichste Vorzeichen für Nahversorgung in einem Wohngebiet. Wer eine Wohnung in Burgas oder im Korridor Pomorie bis Sweti Wlas prüft, sollte die Bauvorhaben im Umkreis von zwei Kilometern ansehen: ein Fachmarktzentrum in Gehweite verändert die Vermietbarkeit im Winter spürbar. Bei einer Mietdifferenz von 13 zu 48,50 Euro je Quadratmeter ist zudem klar, welches Format in den nächsten Jahren weiter wächst.
Strecke Plowdiw–Burgas zu über 80 Prozent modernisiert: 373 Millionen Euro, künftig 160 Stundenkilometer bis ans Meer
Die Modernisierung der Bahnstrecke Plowdiw–Burgas hat über 80 Prozent baulichen Fortschritt erreicht, meldete Flagman am 10. September. Das Vorhaben umfasst über 373 Millionen Euro und wird aus dem Programm Verkehrsanbindung 2021 bis 2027 mitfinanziert. Bislang sind 309 Kilometer Gleisanlagen und 51 Kilometer Fahrleitung erneuert, 24 höhengleiche Bahnübergänge wurden geschlossen und durch Über- oder Unterführungen ersetzt; der Tunnel bei Tschirpan mit 744 Metern ist fertig ausgebaut. Nach Abschluss sollen Personenzüge 160 und Güterzüge 120 Stundenkilometer fahren. Für fünf neue Triebzüge sind im selben Programm 78 Millionen Euro vorgesehen.